Experiment 3088 ….. oder 'Eine Frage der Endlichkeit'

Du kannst dein Leben nicht verlängern, noch verbreitern… nur vertiefen (Gorch Fock)

Märchen vom Tod 1 (Tag 50)

Blau am See

An einem See

Einmal kam der Tod über den Fluss, wo die Welt beginnt. Dort lebte ein armer Hirte, der eine Herde weißer Gänse hütete.

„Du weißt, wer ich bin, Kamerad?“ fragte der Tod.
„Ich weiß Du bist der Tod. Ich habe dich auf der anderen Seite hinter dem Fluss oft gesehen.“
„Du weißt, dass ich hier bin, um dich zu holen und dich mitzunehmen auf die andere Seite des Flusses?“
„Ich weiß. Aber das wird noch lange sein.“
„Oder wird nicht lange sein! Sag‘ fürchtest du dich nicht?“
„Nein“ sagte der Hirte. „Ich habe immer über den Fluss geschaut, seit ich hier bin. Ich weiß wie es dort ist“
„Gibt es nichts, was du mitnehmen möchtest?“
„Nichts, denn ich habe nichts.“
„Nichts worauf du hier noch wartest?“
„Nichts, denn ich warte auf nichts“

„Dann werde ich jetzt weitergehen und dich auf dem Rückweg holen. Bauchst du noch etwas? Wünscht du dir noch was?“
„Brauche nichts, hab‘ alles“ sagte der Hirt. „Ich habe eine Hose und ein Hemd und ein Paar Winterschuhe und eine Mütze. Ich kann Flöte spielen, das macht lustig. Meine Gänse verstehen nicht viel von Musik.“ …. (Teil 2 folgt)

Verfasser unbekannt

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 06.09.2013 von in 2013, Archiv, Geschichten, September 2013, Zukunft und getaggt mit , , , , , .

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